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senfkorn´s Andachts-Tage-BuchWirkliche/ Glaubhafte christliche Musik hat als ihr entschlossenes Ziel die Ehre Gottes. Alles, was weniger ist, als das, wird am Ende die Frucht der eigenen Ehre tragen und ist Musik, die nicht den Herrn respektiert. "Gesegnet ist der, der singt, wenn niemand im Auditorium ist" - denn das überprüft die Motive (Miller). (Psalm 18:1-6; 105:3)
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Warum? - Max Ellerbusch
Folgende Geschichte fand ich im Netz konnte ich leider aber nicht Überprüfen.
Die Glaubwürdigkeit kann man nur aus dem Text erforschen.
Warum lässt Gott das zu?
Ein amerikanischer Facharbeiter, Max Ellerbusch, erzählt aus seinem Leben:
«Es war an einem hektischen Freitag, sechs Tage vor Weihnachten, im Jahre 1958. Ich befand mich in meiner Elektrowerkstatt und arbeitete fieberhaft, um die Festtage in Ruhe mit meiner Familie verbringen zu können. Plötzlich klingelte das Telefon, und eine Stimme am anderen Ende teilte mir mit, dass unser fünfjähriger Sohn Craig von einem Auto überfahren worden sei.
Um ihn herum stand eine Menge Menschen, aber als ich auftauchte, wichen sie zurück. Craig lag mitten auf der Strasse, sein lockiges, blondes Haar wirkte nicht einmal zerzaust.
Noch am gleichen Nachmittag starb er im Kinderkrankenhaus.
An der Kreuzung bei der Schule war es passiert. Das Auto war so schnell gekommen, dass keiner es bemerkt hatte. Ein Schüler hatte noch geschrien, gewunken und einen Sprung machen müssen, um sein eigenes Leben zu retten. Der Wagen hatte nicht einmal gebremst.
Meine Frau Grace und ich fuhren von der Klinik durch die weihnachtlich beleuchteten Strassen nach Hause. Wir konnten es einfach nicht fassen, was geschehen war. Es dauerte bis zum Abend, als ich an dem unbenutzen Bett vorbeikam, bis mir die Wirklichkeit ins Bewusstsein drang. Plötzlich kamen mir Tränen, nicht nur wegen des leeren Bettes, sondern wegen der Leere und Sinnlosigkeit des Lebens überhaupt.
Von unseren vier Kindern war es vor allem Craig, der uns mehr als die anderen half, mit den Sorgen unseres Lebens fertig zu werden. Als Baby lächelte er so fröhlich in die Welt, dass die Menschen oft an seinem Kinderwagen stehenblieben. Wenn wir Besuche machten, war es der erst dreijährige Craig, der unserer Gastgeberin sagte: "Sie haben ein wunderschönes Haus!"
Bekam er etwas geschenkt, dann war er zu Tränen gerührt, und er gab es an das erste Kind weiter, das ihn darum beneidete.
Wenn solch ein Kind sterben muss - so dachte ich, als ich mich in der Nacht nach jenem verhängnisvollen Freitag im Bett von einer Seite auf die andere wälzte -, wenn solch ein Leben in einer Minute ausgelöscht werden kann, dann ist das Leben an sich bedeutungslos und der Glaube an Gott eine Selbsttäuschung. Am Morgen hatte meine Hoffnungslosigkeit und Hilflosigkeit eine Zielscheibe gefunden: ein blinder Hass auf den Menschen, der uns das angetan hatte, erwachte in mir! Die Polizei hatte ihn inzwischen in Tennessee verhaftet. George Williams hieß er und war erst fünfzehn Jahre alt.
Die Polizei hatte in Erfahrung gebracht, das er aus einem zerrütteten Zuhause kam. Seine Mutter hatte eine Arbeit in Nachtschicht übernommen und schlief am Tage. An diesem Freitag hatte er die Schule geschwänzt, während sie schlief ihre Autoschlüssel genommen und war mit Vollgas die Strasse hinuntergerast. Mein ganzer Zorn über ein blindes Schicksalswalten schien sich auf den Namen George Williams zu konzentrieren. Ich rief unseren Anwalt und bat ihn, Williams schärfstens anzuklagen. "Versuchen Sie zu erreichen, dass er als Erwachsener behandelt wird. Die Jugendgerichte sind nicht streng genug!"
So sah meine Gemütsverfassung aus, als sich etwas ereignete, das mein Leben völlig veränderte. Ich kann es nicht erklären, ich kann es nur beschreiben.
Spät in der Nacht von Samstag auf Sonntag lief ich im Vorraum unseres Schlafzimmers auf und ab, die Fäuste gegen die Schläfen gepresst. Ich fühlte mich elend und schwindlig und müde - so entsetzlich müde. "O Gott", betete ich, "zeige mir, warum das geschehen musste!"
Und genau in dem Augenblick, zwischen diesem und dem nächsten Schritt, wurde mein Leben verwandelt. In der inneren Helle dieses Augenblicks stand plötzlich die Gewissheit vor mir, dass dieses Leben nur ein einziges, einfaches Ziel hat: Es gleicht einem Schuljahr, und in dieser Klasse sollen wir die Lektion "Liebe" lernen.
"O Craig", dachte ich laut, "kleiner Craig, in deinen fünf kurzen Jahren hast du viel gelernt. Wie schnell machtest du Fortschritte, wie schnell wurdest du in die nächste Klasse versetzt!"
Grace saß aufrecht im Bett, als ich die Tür zum Schlafzimmer öffnete. Sie las nicht, sie tat nichts. Sie sah einfach nur geradeaus, wie sie es seit Freitagnachmittag fast die ganze Zeit getan hatte.
Ich nahm ihre Hand und versuchte ihr zu sagen, dass die Welt nicht vom blinden Zufall beherrscht werde, dass das Leben einen Sinn habe, dass das Leiden auf dieser Erde nicht das Ende sei, sondern zu einem Glück führe, weit über unsere kühnsten Hoffnungen hinaus.
"Heute abend", so sagte ich ihr, " hat Craig uns nicht mehr nötig. Aber ein anderer braucht uns: George Williams. Es ist Weihnachten. Vielleicht gibt es im Jugendgefängnis keine Weihnachtsgeschenke für ihn, wenn wir ihm nicht etwas hinschicken."
Grace hörte zu und starrte mich dabei still und unentwegt an. Plötzlich brach sie in Tränen aus. "Ja", sagte sie, " das ist richtig. Es ist seit Craigs Tod das erste, was richtig ist."
Und es war recht so. George entpuppte sich als ein intelligenter, verwirrter und einsamer Junge, der einen Vater ebenso nötig hatte wie ich einen Sohn. Er bekam sein Weihnachtsgeschenk, und seine Mutter erhielt eine Schachtel mit Grace\' guten Weihnachtsplätzchen. Wir beantragten seine Freilassung und erwirkten sie auch einige Tage später, und unser Heim wurde sein zweites Zuhause.
Nach der Schule arbeitet er jetzt mit mir in der Werkstatt, trifft sich zu den Mahlzeiten mit uns am Küchentisch und ist Diane, Michaela und Ruth-Carol ein guter großer Bruder.»
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ich beginne mit Stichworten:
* Die meisten Chirurgen können
am Kopf verwachsene Zwillinge vor der
Operation als Personen nicht
akzeptieren
* Die Welt sah Ladan und Laleh
Bijani zusammen lächeln, nun liegen sie getrennt im Iran beerdigt
* von der Welt akzeptiert zu
werden
* Verwachsene Zwillinge fordern
unsere Begriffe von Identität,
Normalität und Autonomie
heraus
* Körperlich unzertrennlich
und dennoch frei, kann das sein?
Stimme aus dem Volk:" Ich persoenlich
denke, dass wir es wohl auch probiert haetten,
trotz des
Risikos, das damit verbunden
war. Einfach deshalb, weil die beiden
eben
kein eigenstaendiges Leben haetten
fuehren koennen. .. Zitat Ende
Mein Kommentar:
Man hätte die Kinder auch
zusammen lassen können. Warum soll das so
uneigenständig sein? Es
gibt Berichte wo Verwachsene ganz gut zurecht
kommen. Sie leben aber in einem
kleinen Dorf, wo nicht so viele
Menschen gaffen. Die Mutter
(Krankenschwester wusste,Sie wußte: Wenn
die Kinder einmal im Hamsterrad
ärztlicher Expertisen gefangen sind,
heißt es, sich für
die eine und gegen die andere Tochter zu
entscheiden. Wir merken es meißtens
nicht. Aber alles was anders ist,
nicht der Norm entspricht suchen
wir zu verändern, der Norm (wie wir
sie meinen) anzupassen. "Warum
raten Chirurgen Eltern siamesischer
Zwillinge oft schon kurz nach
der Geburt zu riskanten
Trennungsoperation?
Die meisten Chirurgen können
am Kopf verwachsene Zwillinge vor der
Operation als Personen nicht
akzeptieren. Ihnen gilt jemand, der nach
einer Trennungsoperation schwer
hirngeschädigt ist, eher als Person
als jemand, der von Geburt an
absonderlich aussieht.
Es gibt Zweifel, ob die Geschwister
umfassend über die Risiken der
Operation aufgeklärt wurden.
In meinem neuen Buch vertrete
ich die These, daß die große Mehrzahl
der Ärzte niemals versucht
hat herauszufinden, was mit den von ihnen
getrennten Kindern nachher passiert
ist - wie ist ihr weiteres Leben
verlaufen, welche körperlichen
und psychologischen Narben trugen sie
davon, wie haben sie sich geistig
entwickelt? Die Propagandisten
einer frühen Trennung verwachsener
Zwillinge haben bisher keine Daten
dazu gesammelt, es gibt keine
Langzeitstudien. Da frage ich: Wie soll
man ehrlich aufklären,
wenn die Mediziner nichts über das Schicksal
operativ getrennter Kinder wissen?
Überall hieß es, die
Schwestern hätten die Operation unbedingt
gewünscht. Die Strait Times
in Singapur titelte sogar, der "Traum der
Zwillinge erfüllte sich
im Tod". Warum glauben Sie, wollten diese
Frauen unbedingt getrennt werden?
Wenn Sie verzweifelten Menschen
erzählen, sie hätten eine
fünfzigprozentige Chance
zu überleben, dann werden erstaunlich viele
ein solches Risiko eingehen.
Nun gibt es ja sogar Berichte, die
behaupten, die Zwillinge hätten
die Operation sogar gewagt, wenn es
nur eine winzige Chance von
zwei Prozent gegeben hätte. Das ist nach
meinen Beobachtungen extrem
ungewöhnlich für verwachsene Zwillinge.
Ich frage mich, wie verheerend
ihre soziale Situation gewesen sein
muß, daß sie selbst
nur diesen - mit hoher Wahrscheinlichkeit
tödlichen - Ausweg gefunden
haben.
Was sind die Motive für
diesen verzweifelten Trennungswunsch?
Die persönliche Geschichte
der beiden Frauen wurde bisher völlig
ausgeblendet. Warum hatten sie
einen Adoptivvater? Was waren die
Gründe der biologischen
Eltern, sie fortzugeben? Warum war der
Adoptivvater gegen die Operation?
Vermutlich haben die beiden
lebenslange Ablehnung erfahren.
Es wäre nicht das erste Mal, daß
verwachsenen Zwillingen erklärt
wurde: Ihr könnt nicht heiraten, eine
romantische Liebe erfahren und
Sex haben. Es ist sehr wahrscheinlich,
daß den Frauen in ihrer
religiös geprägten Kultur noch nicht einmal
erlaubt war, offen über
ihre wirklichen Wünsche zu sprechen,
geschweige denn, diese auszuleben.
Ist es da nicht verständlich, daß
sie sehnlichst getrennt werden
wollten, um endlich von der Welt
akzeptiert zu werden? Verrückt
ist doch folgendes: Erst mit der
Entscheidung, für eine
Trennung sogar den Tod in Kauf zu nehmen,
haben sich die beiden die Herzen
der Welt erobert.
In dieser Logik wäre ihr
Tod also eine Erlösung für uns alle ...
Absolut. Verwachsene Zwillinge
fordern unsere Begriffe von Identität,
Normalität und Autonomie
heraus. Wir schauen auf die zwei Köpfe und
zwei verwachsene Körper,
und schon drehen sich die Gedanken.
Körperlich unzertrennlich
und dennoch frei, kann das sein? Aufgrund
dieser Unsicherheit hoffen wir
dann oft, daß verwachsene Zwillinge
selbst Klarheit schaffen. Wir
Normalen wünschen uns, daß sich der
"Anormale" selbst normalisiert.
Viele wollen einfach nicht verstehen,
daß es vielen verwachsenen
Zwillingen gelingt, autonom, unabhängig
und individuell zu leben, sogar
Sex zu haben. Sobald verwachsene
Zwillinge den "freien Willen"
äußern, so zu sein wie wir, ist der
entlastende Punkt erreicht,
an dem wir unsere Identität nicht mehr
überdenken oder gar verändern
müssen.
Ein Kommentator der Times verstieg
sich nach dem Tod der Schwestern
zu der These, sie hätten
eine "Chance gefordert, um als Individuum zu
leben und am Ende endlich allein
zu sein zu können". Mit ihrem
Lächeln im Angesicht des
möglichen Todes hätten sie "den Begriff der
Würde des Menschen neu
definiert".
(lacht) Das ist doch unglaublich.
Wir opfern die Zwillinge auf dem
Altar der Normalität, um
uns alle als autonome und unabhängige
Menschen feiern zu können.
Aber seit jeher haben verwachsene
Zwillinge ihre Individualität
in der gleichen Weise erlebt wie wir
alle. Es stimmt, sie können
körperlich nicht alleine sein. Aber wer
nachfragt, erfährt sehr
wohl, daß sie sich autonom fühlen. Die
meisten finden Wege, die andere
Person mental zeitweise auszublenden,
um sich allein zu erleben. Wer
das nicht glaubt, bestreitet im
Grunde, daß es Menschen
gelingt, sich in einer U-Bahn dicht gedrängt
an andere Menschen allein zu
fühlen.
Es gibt ja den Fall von zwei
Schwestern, die mit zwei Köpfen und zwei
Herzen auf einem gemeinsamen
Rumpf leben. Die kommen gerade in die
Pubertät, leben aber anscheinend
ziemlich normal.
Es ist kein Zufall, daß
ihre Mutter Krankenschwester war. Sie wußte:
Wenn die Kinder einmal im Hamsterrad
ärztlicher Expertisen gefangen
sind, heißt es, sich für
die eine und gegen die andere Tochter zu
entscheiden. Sie schaffte es,
ihre beiden Kinder als das zu
akzeptieren, was sie sind: normale
Kinder in einen ungewöhnlichen
Körper. Den Schwestern
geht es gut. Die Eltern schämen sich nicht für
ihre besonderen Kinder, sie
leben nur in einer kleinen Stadt, um sie
vor den neugierigen Blicken
Fremder zu schützen.
Die Fragen stellte Volker Stollorz
Alice Dreger ist Wissenschaftshistorikerin
an der Michigan State
University. Bei Harvard University
Press erscheint jetzt ihr Buch:
"Two of Us: Conjoined Twins
and the future of the normal"
Text: Frankfurter Allgemeine
Sonntagszeitung, 13.07.2003, Nr. 28 /
Seite 54
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